Malediven – Resorts oder bewohnte Inseln

Seit einiger Zeit kann man auf den Malediven auch auf den bewohnten Inseln übernachten. Da man auf den Hotelinseln quasi isoliert ist und auf Gedeih und Verderb auf das Hotel angewiesen ist, war das natürlich der Weg den wir gewählt haben. Wie ein Guide sagte, das Meer ist das selbe, die Fische sind die selben, der Sand ist der selbe. Auf den bewohnten Inseln gibt es mehr Restaurants, ein paar kleine Geschäfte und man kann mit den Leuten kommunizieren und versteht das normale Leben einfach besser. Wir haben zwei Inseln ausprobiert, die uns beide gefallen haben.

Dharavandhoo

Dharavandhoo ist eine Insel des Baa-Atolls mit etwa 1.000 Einwohnern.

Dharavandhoo
Dharavandhoo

Transport

Die Insel hat einen Flughafen, daher ist es sehr einfach, dorthin zu kommen. Es gibt knapp 10 Flüge von Male pro Tag mit zwei Fluggesellschaften, wir haben FlyMe genommen. Der Flug dauert 30 Minuten. Unser Hotel, das Summer Shade, war nur 5 Fußminuten vom Flughafen entfernt. Als wir vorher das Hotel in Google Maps checkten, hatte ich ein paar Befürchtungen wegen des Lärms, die aber unbegründet waren. Die wenigen Flüge sind tagsüber, da ist man eh unterwegs.

Malediven von oben
Malediven von oben

Unterkünfte

Unterkünfte gibt es wegen der guten Anbindung einige (etwa 10). Wir waren wie gesagt im Summer Shade, der Betreiber, Farysh, war sehr nett, wir haben öfter mit ihm diskutiert, das Zimmer groß und sehr sauber und das Frühstück umfangreich und lecker. Farysh ist hier gut auf unsere Vorlieben eingegangen (frische Kokosmilch, Obst Omelette und lokales Frühstück). Er hat auch bei Touren und Flugbuchungen toll geholfen (thanks a lot, Farysh!).

Tauchen, schnorcheln und die Strände

Schnorcheln konnten wir weniger gut, es gab eine relativ bewegte See, so dass es etwas schwieriger war, bis zur Riffkannte zu gelangen. Das sind jedoch Beschwerden auf sehr hohem Niveau. Fische sieht man jedoch jede Menge. Wahrscheinlich ist es bei ruhiger See besser.

Strand von Daravandhoo
Strand von Daravandhoo

Tauchen ist toll, es gibt 2 oder drei Tauchschulen, wir wahren bei den Dharavandhoo Divers, ein Center, das von zwei Italienern, Virgilio und Jessica, geführt wird. Das Dive center ist sehr funktional beide wirklich sehr professionell und noch wichtiger auch sehr sympathisch. Ich habe vier Tauchgänge gemacht, alle wahren sehr schön. Gesehen haben wir vieles von in Höhlen schlafenden Haien über Mantas, Moränen, Schildkröten, riesige Garnelen bis hin zu den kleinen Bewohnern wie Schnecken und einem Pipefisch. Man kann die Tauchtouren auch gut mit Schnorcheln kombinieren. Auch Antonella hat Haie und schildkröten gesehen.

Tauchen in Dharavandhoo
Es gibt tolle Dive Sites in der Nähe von Dharavandhoo

Aktivitäten auf der Insel

Vieles gibt es nicht, die Insel ist in einer halben Stunde umrundet. Die Leute sind angenehm zurückhaltend, sehr freundlich und hilfsbereit.

Es gibt zwei Moscheen, drei Restaurants, in zwei haben wir gegessen. Im Honey Bunny gibt es sehr leckeres Seafood Kottiroshi, im Restaurant daneben geht der Besitzer Achmed flexibel auf die Wünsche ein, hier gibt es beispielsweise guten Tunfischsteacks.

Flughunde in Dharavandhoo
Flughunde in Dharavandhoo

Die Insel hat einen großen Sportplatz, wir haben dort ein Volleyballteam getroffen, mit dem ich fast zwei Stunden gespielt habe, sie waren wirklich gut.

Das Dharavandhoo Volleyball-Team
Das Dharavandhoo Volleyball-Team

Omadhoo

Omadhoo gehört zum Ari Atoll und ist etwas kleiner als Dharavandhoo. Wir sind auf diese Insel gekommen, weil es ein gutes Guesthouse gibt (Kuri Inn, Coral View Inn) und man gut mit der Fähre anreisen kann.

Omadhoo
Omadhoo mit Strandsandbank

Transport

Man kommt hier gut mit dem Speedboat (25$ p. P. und Weg) oder der Public Ferry hin. Letzteres ist angenehm, da die Fahrt viel ruhiger ist. Es dauert etwa 4,5 Stunden, auf dem Boot ist viel Platz und der Preis für das Ticket sind sensationelle 3 €. Von Male fährt die Fähre vom Vilingilli-Terminal ab, es geht bis Mahibadhoo, der Hauptstatt des Atolls und die Nachbarinsel von Omadhoo. Man steigt dort auf eine kleine Fähre um

Hafen von Mahibadhoo
Der Hafen von Mahibadhoo

Der Strand

Der Strand ist sehr schön, es gibt eine Landzunge nur aus Sand, die bei Flut sehr klein, bei Ebbe aber sehr breit ist. Es liegen ein paar Strandliegen rum, die man sich einfach nehmen kann. Auch hier ist es etwas schwieriger, zur Riffkannte zu gelangen. Am besten geht das bei Flut. Eine gute App für Wind, Wellengang und Gezeiten ist Windy. Das Wasser ist hier etwas kälter, daher sind die Korallen hier stellenweise noch sehr schön. Es gibt viele Anemonen, Adlerrochen und natürlich die üblichen Korallenfische.

Sandbank von Omadhoo
Sandbank von Omadhoo

Exkursionen

Hier wird einem einiges angeboten. Wir haben eine Schnorcheltour gemacht, bei der wir zwei Korallenriffe besucht haben, die bis kurz unter die Wasseroberfläche gingen. Man kann sich hier sehr gut mit der Strömung entlang der Riffkante entlangtreiben lassen. Am ersten Riff haben wir zwei Haie gesehen am zweiten eine Riesengarnele und vier gemeinsam elegant dahingleitende Adlerrochen.

Schnorcheln mit Mantas und Walhaien

Diese Tour geht bis kurz hinter die Insel Ranguli (die mit dem Unterwasser-Restaurant). Die Fahrt mit dem Speedboat dauert etwa eine Stunde und ist etwas rau. Dafür lohnt es sich nachher umso mehr. Obwohl wir etwas außerhalb der Manta-Season hier wahren, haben wir fast 20 Mantas gesehen. Wichtig ist, dass man wenn der Guide „jump“ sagt, sofort ins Wasser geht, d. h. Flossen und Maske schon vorher anzieht. Dann sieht man auch die Mantas und sofern vorhanden Walhaie. Mein absoluter Höhepunkt war dann auch mein erstes Mal, dass ich mit einem Walhai geschnorchelt bin, Er schwamm direkt unter mir und hatte keine Eile, so dass ich ihn eine Weile begleiten konnte. Ein paar mal bin ich zu ihm runtergetaucht und hätte ihn berühren können. Mit fast 10 Metern war er eine imposante und trotzdem sehr friedliche Erscheinung.

Aktivitäten auf der Insel

Hier ist es noch ruhiger als auf Dharavandhoo, vieles gibt es nicht zu unternehmen. Macht nichts, dann schnorchelt man halt etwas mehr 😉

Fazit

Für uns keine Frage, statt auf einem Resort in Luxus-Isolationshaft 400€ pro Tag auszugeben, bevorzugen wir klar die bewohnten Inseln. Entspannen kann man auch hier sehr gut und man kommt trotzdem unter Leute. Das eingesparte Geld kann man super in Schnorchel- und Tauchexkursionen investieren, diese waren das echte Highlight auf den Malediven. Gefallen haben uns beide Inseln sehr gut, von den Leuten vielleicht etwas mehr Dharavandhoo, vom Strand etwas mehr Omadhoo

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