Koh Samui nach fast zwei Jahren Lockdown

Wir hatten uns im Oktober für die Koh Samui-Sandbox entschieden, die Konditionen waren besser als direkt in Bangkok. Sich in der Quarantäne-Zeit nach dem ersten negativen Test nach 25 Stunden frei bewegen zu können, war für uns attraktiver, als 5 Tage im Hotel auszusitzen. Wir waren gespannt, wie die Situation in Koh Samui nach fast zwei Jahren Lockdown ist. Der Bewilligungsprozess war kompliziert (in unserem letzten Post kurz beschrieben), bei der Ankunft war alles super geregelt. Den PCR-Test haben wir gleich am Flughafen im Vorbeigehen gemacht. Ein „versiegeltes Taxi“ brachte uns direkt zum Resort, am späten Abend kam das Ergebnis, ab da konnten wir uns frei bewegen.

Mae Nam

Unser Resort, das Paradise Beach Resort, war in Mae Nam an der Nordküste. Dort ist es ruhiger als am Chaweng-, oder Lamai-Beach. Wir waren gefühlt fast die einzigen Gäste – insgesamt waren etwa 3-4 Zimmer gebucht. Das Resort war gut, schönes Zimmer, sehr freundliches Personal, gutes Frühstück mit dem Ausblick des Feature Bildes dieses Posts. Leider regnete es von Tag 1 an fast ohne Pause. Wir fingen an, uns Gedanken zu machen, dass das Ausweichen vor dem vermeintlichen Trubel in Chaweng eventuell die falsche Entscheidung war. Mehr dazu unten.

Mit unserem Scooter im Regen
Gerade noch rechtzeitig einen Unterschlupf gefunden

Wie bewegt man sich auf der Insel

Wie früher mit einem kleinen Motorrad oder Scooter. Unser hatte den netten Namen Bonus 2, was super war, den von der Marke gab es viele in der gleichen Farbe. Damit kommt man schnell überall hin. Eine Tankfüllung reicht für mehrere Inselumrundungen. Der Regen war tropisch, es goss wie aus Eimern. Wir hatten Glück, und fanden rechtzeitig Unterschlupf (siehe Bild oben). Spannend waren nach dem Regen die Straßen. In Senken gab es kleine Seen, das Wasser war stellenweise mehr als knietief. Am besten schauen, wie die Locals da durch fahren und genauso nachmachen 😉 .

Dadurch waren wir sehr flexibel, haben uns einiges anschauen können, z. B. den Big Buddha in der Nähe des Flughafens. Abends sind wir oft in’s Fisherman’s Village gefahren. Früher vermutlich total überfüllt, jetzt sehr angenehm mit Restaurants und guten Massage-Spa’s direkt am Strand.

Big Buddha im Norden - Oase der Ruhe
Big Buddha im Norden – Oase der Ruhe

Chaweng Beach nach zwei Jahren Corona

2005 direkt nach dem Tsunami waren wir das letzte Mal auf Koh Samui, da es Direktflüge gab und wir uns die nötigsten Sachen kaufen mussten. Wir hatten alles verloren, aber unser Leben gewonnen. Um ehrlich zu sein, hat uns damals Koh Samui nicht gefallen, zu viel Sex Tourismus. Wir waren gespannt, wie der Chaweng Beach nach zwei Jahren Corona ist und am Ende eher enttäuscht.

Es gibt ein sehr großes Einkaufscenter in das wir bedingt durch den Regen geflohen sind – kann man hingehen, muss man nicht. Der Strand ist grundsätzlich noch gut, lang aber schmaler als früher. Sehr viele Lodges, Guest Houses und Resorts haben mangels Touristen geschlossen und sind mehr oder weniger bereits Ruinen. Viele Abschnitte sind übersäht von Müll und Strandgut.

Verlassene Ressorts am Chaweng Beach - Koh Samui nach fast zwei Jahren Lockdown
Verlassene Ressorts am Chaweng Beach

Dazwischen ein paar riesige unpersönliche Deluxe-Ressorts. Die sonst sehr belebte Chaweng Beach Road war fast ausgestorben. Am Ende waren wir froh über unsere Entscheidung nach Mae Nam zu gehen.

Bootstouren in Koh Samui

Wir lieben Fahrten mit Schiffen, Booten, etc. und wollten auch hier nach Möglichkeit einige Bootstouren von Koh Samui unternehmen und mit der Fähre weiterfahren. Wetterbedingt fielen leider alle Inseltouren sprichwörtlich und tatsächlich (Regen) in’s Wasser. Es gab viel Wind, immer aus der gleichen Richtung, so dass die Wellen sehr hoch waren und man in Richtung Koh Tao gegen die Wellen anfahren musste. Schade, denn es gibt zwei interessante Ganztages-Exkursionen.

Fährverkehr ist durch Corona eingeschränkt Für die Weiterfahrt hatten wir uns für Hua Hin entschieden, das liegt auf halber Strecke nach Sangkhla Buri – was wir noch sehen wollen – und vor allem war das Wetter gut 😉 .

Der Fährverkehr ist durch Corona eingeschränkt

Einige Unternehmen haben den Transport komplett eingestellt. Die großen Fähren rentieren sich momentan nicht, so dass es fast nur noch Überfahrten mit Speedboats gibt. Im Bild ist ein einigermaßen aktueller Fahrplan der Seatran-Gesellschaft.

Aktueller Fahrplan. In den aktuellen Coronazeiten wird er so nicht komplett eingehalten.
Aktueller SeatranFahrplan, der momentan so nicht komplett eingehalten wird

Unser Kombi-Ticket (Fähre und Bus) haben wir über Bookaway gebucht, das geht problemlos. Es geht auch direkt über die Fährgesellschaft LOMPRAYAH, das Office am Bangrak Pier war jedoch geschlossen. Die Überfahrt nach Chumphon war heftig. Die erste Etappe nach Kho Tao dauerte deutlich länger als sonst, eine Windschutzscheibe des Speedboates (siehe weißer Pfeil auf dem Foto) ging kaputt, der Captain verletzte sich, alle wurden nass und fast alle seekrank. Auch die Weiterfahrt mit einem deutlich größeren Katamaran war anstrengend, da der Kurs genau parallel zu den sehr hohen Wellen war.

Hua Hin ist schöner als erwartet, mehr darüber in diesem Post.

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