Kyoto, Stadt der Tempel und Gärten

Als wir das erste mal in Kyoto, der Stadt der Tempel und Gärten, waren, hatte die Stadt uns total begeistert. Es war bitterkalt und wir hatten nicht viel Zeit, so dass wir vieles nicht gesehen haben. Daher wollten wir unbedingt wiederkommen, wenn es geht bei wärmeren Temperaturen. Gesagt, getan. In diesem Beitrag gibt es mehr Bilder als Text, vieles ist einfach wunderschön.

Uji

Uji liegt im Süden von Kyoto. In unserem älteren Post haben wir ja bereits vom tollen Ryokan in Uji geschwärmt. Da Antonella Geburtstag hat, haben wir dort wieder einen Aufenthalt eingeplant. Dieses mal war das Zimmer sogar etwas größer und der gleiche Effekt wie damals stellte sich ein, wir haben uns gefühlt, als ob es unsere eigene kleine Wohnung in Japan wäre.

In Uji selber gibt es auch zwei Weltkulturerben, der Byodo-Tempel und der Shinto-Schrein Ujigami-jinja. Beide liegen in der Nähe des Flusses und sind leicht an einem halben Tag zu besuchen. Uji ist vor allem bekannt für den grünen Tee und alle möglichen Köstlichkeiten und Produkte, die man damit herstellen kann.  Sehr schön ist auch der Tempel neben dem Ujigami-Schrein.

Kosho-ji Tempel in Uji
Kōshō-ji Tempel in Uji
Pagode auf dem Wanderweg am Fluss in Uji
Pagode auf dem Wanderweg am Fluss in Uji

Kyoto

Obwohl es eine für deutsche Verhältnisse große Stadt ist, wirkt Kyoto viel übersichtlicher als viele anderen Städte. Im Zentrum ist der Hauptbahnhof, ein riesiges Gebäude, von außen nicht sehr schön, aber von innen architektonisch beeindruckend. Es ist eine Stadt in der Stadt, mit Kaufhäusern mit mehr als 10 Etagen und Unmengen von Restaurants.

Der Hauptbahnhof in Kyoto
Der Hauptbahnhof in Kyoto

Hochhäuser gibt es kaum, schon nach wenigen Schritten ist man in einer Wohngegend mit zwei bis dreigeschossigen Häusern. Sehr schön sind die Vorgärten, auch wenn sie sehr klein sind, schaffen es viele Japaner, daraus wunderbare kleine Zen-Gärten zu machen.

Transport

Fortbewegen kann man sich mit lokalen Zügen, der U-Bahn und Bussen. Für die Tempel sind die Busse ideal, diese steuern alle Weltkulturerben und weitere Tempel an. Hier lohnt sich eine Tageskarte.

Schöne Tempel und Schreine – eine subjektive Zusammenstellung

Doch nun zum Thema Kyoto, der Stadt der Tempel und Gärten. Eine sehr gute Übersicht findet man in der Kyoto World Heritage Map. Aber was soll ich sagen – am besten hinfahren und anschauen.

Fushimi Inari Schrein

Im Süden von Kyoto gelegen ist der Fushimi Inari Schrein ideal für einen Halbtagesausflug. Der Schrein, welcher in Kyoto mal ausnahmsweise kein Weltkulturerbe ist, liegt auf einem Hügel, es gibt diverse Wanderwege und tausende Torii, die typischen Tore, welche nur bei einem Schrein und nicht bei einem Tempel zu finden sind. Da diese fast alle leuchtend orange sind, ergeben sich ständig wunderbare Ausblicke.

Fushimi Inari Schrein
Tore des Fushimi Inari Schrein

Kiyomizu – dera Tempel

Der Kiyomizu-Dera Tempel liegt im Westen. Es ist eine große Anlage auf einem Hügel mit schönem Blick auf Kyoto.

Kyoto, Stadt der Tempel: Kiyomizu-dera Tempel
Kiyomizu-dera Tempel
Kyoto, Stadt der Tempel: Detailansicht im Kiyozimu dera Tempel
Shoking orange beim Eingang zum Kiyozimu dera Tempel

Kinkaku – ji Tempel (Rokuon – ji)

In diesem Tempel ist auch die goldene Pagode. Die Anlage ist wunderbar, hier gelingen fast nur gute Fotos. Das Feature-Bild dieses Posts ist von hier.

Ginkaku – ji Tempel (Jisho – ji)

Dieser Tempel mit der silbernen Pagode hat einen wunderschönen Garten. Damit ist er die perfekte Symbiose von Tempel und Garten. Beeindruckt hat uns hier auch das viele Moos.

Kyoto, Stadt der Tempel: Ginkaku ji Tempel mit der silbernen Pagode
Ginkaku ji Tempel mit der silbernen Pagode
Detail im Garten des Ginkaku ji Tempel
Detail im Garten des Ginkaku ji Tempel

Ryoan – ji Tempel

Im Ryoan – ji befindet sich der wahrscheinlich berühmteste Zen-Garten Japans, der auf einer wirklich kleinen Fläche so eine ausgeglichene und ruhige Atmosphäre hat, dass man hier stundenlang sitzen kann. Diese lässt sich nicht in Bilder einfangen.

Nijo – jo Burg

Die Burg Nijo im Zentrum von Kyoto ist vor allem für ihre wunderbaren Wand- und Schiebetür-Malereien bekannt. Der Bau ist verschachtelt und unterteilt sich in viele Räume für verschiedene Besuchergruppen des Shoguns. Dessen Gemächer sind sehr schlicht und schön und das ist auch der Garten.

Kyoto, Stadt der Tempel und Gärten: Garten im Areal der Burg Nijo
Garten im Areal der Burg Nijo

Toji-Tempel

Der Tempel liegt im Süden vom Bahnhof, man kommt einfach zu Fuß hin. Sehr schön ist die mehrstöckige Pagode, die höchste in Japan und der Garten.

Kyoto, Stadt der Tempel: Pagode des Toji-Tempels
Pagode des Toji-Tempels

Bambus-Wald

Kein Weltkulturerbe aber trotzdem wunderschön.

Kyoto, Stadt der Gärten: Bambus-Wald in Kyoto
Bambus-Wald in Kyoto

Unterkunft

Wir haben hier einiges ausprobiert, es gibt viele AirBnB-Zimmer oder – Appartments. Wir hatten eins, das zwar winzig aber gut gelegen. Meistens haben wir japanische Business-Hotels gewählt, die sind zwar klein, aber sehr sauber und funktional. Gute Ketten sind APA-Hotel oder Super-Hotel. Es lohnt sich, Hotels direkt am Bahnhof zu nehmen, der ist zum einen wirklich toll und zum anderen spart man Zeit. Als Ryokan können wir total das Hanayashiki Ukifune empfehlen.

Und jetzt geht es in die Berge

Die nächsten Ziele sind der Fuji und die japanischen Alpen. Darüber schreibe ich in diesem Post.

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