Mulu, fantastischer Nationalpark in Borneo

Miri, aufstrebende Industriestadt

Nach unseren Erlebnissen im Sultanat Brunei (wir haben sogar mit der Sultanin und dem Bruder des Sultans gesprochen) wollten wir nach Mulu, dem fantastischen Nationalpark im Norden von Borneo. Also geht es zurück nach Malaysia. Die Reise aus Brunei geht einfach per Bus, er fährt einmal am Tag um 13:00 oder 13:30 ab. Mit Grenzkotrollen dauert die Fahrt nach Miri knapp 4 Stunden. Miri ist eine Industriestadt, von hier aus organisiert man die Reise in den Gunung Mulu Nationalpark. Am Abend haben wir Krabben gegessen, die man sich noch lebend aussucht. Am nächsten Tag haben wir einen Taxifahrer angesprochen, der und die drei, vier interessanten Sehenswürdigkeiten von Miri gezeigt hat: der Strand (mit vielen Möglichkeiten zu grillen) die „Grand old Lady“, der erste Ölborturm von Miri und auch der höchste Punkt der Stadt mit einer schönen Aussicht und der taoistische Tao Pek Kong Tempel. In Miri sagen sie, dass das einer der größten von Südostasien ist. Nachdem wir in gesehen haben muss ich sagen, dass er nicht so groß aussieht. Abendessen wieder im gleichen guten Seafood-Restaurant Yi Hah Hai.

Gunung Mulu Nationalpark

Am nächsten Tag sind wir per Flugzeug nach Mulu geflogen. Der Gunung Mulu Nationalpark ist Dschungel pur und Unesco-Weltkulturerbe. Untergekommen sind wir in der Benarat-Lodge, ziemlich spartanisch aber sauber. Der Nationalpark ist etwa 1,5 km entfernt. Wir registrieren uns und beginnen mit der ersten kleinen Wanderung. Man läuft hier meist nicht direkt auf der Erde, sondern bei den Hauptwegen auf extra konstruierten Holzstegen, auf denen man laufen kann, ohne die Natur zu zerstören und gleichzeitig eigenartige Insekten beobachten kann wie z.B. ein Schmetterling mit einem Horn, eine Spinne groß wie eine Hand und andere.

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Canopy Tor Dear Cave und Lang Cave

Am 2. Tag haben wir eine geführte Tour gebucht. Die Canopy Tour ist nichts anderes als ein Hängebrückensystem von 480 Metern Länge und einer Höhe zwischen 20 und 40 Metern. Von dort hat man einen fantastischen Ausblick auf den Dschungel.

Canopy Walk in den Baumwipfeln
Canopy Walk in den Baumwipfeln

Nach dem Mittagessen im Restaurant des Nationalparks haben wir eine zweite Tour in Angriff genommen, dieses mal die Höhlen. Die Lang Cave ist eine Grotte mit sehr schönen Stalagmiten und Stalagtiten.

Mulu, der Nationalpark in Borneo. Die Lang Cave
Lang Cave

Deer Cave

Die Deer Cave  war die, vor der ich die meiste Angst hatte. Ich hatte vorher gelesen, dass man dort alle möglichen (ekligen) Insekten findet und mich angekleidet, als ob ich auf den Mars gehen würde. Am ende war das beeindruckendste Millionen von Fledermäusen. Das Finale des Spektakels war der abendliche Massen-Exodus der Fledermäuse aus der Höhle, der einen schlangenförmigen Strom aus fliegenden Fledermäusen bildete, der für eine gute Stunde andauerte. Dann mussten wir gehen, da es dunkel wurde und wir unsere Taschenlampe vergessen hatten.

Mulu, der Nationalpark in Borneo. Exodus der Fledermäuse aus der Deer Cave
Exodus der Fledermäuse aus der Deer Cave

Die Deer Cave ist übrigens so groß, dass man dort den Kölner Dom unterbringen könnte.

Deer Cave
Deer Cave

Die Höhlen Wind Cave und Clearwater Cave

Am nächsten Tag sind wir mit langen schlanken Motorbooten erst zu einem Dorf gefahren. Es gab einen kleinen Markt, auf dem man hauptsächlich Handarbeiten kaufen konnte. Nach dem Dorf sind wir weiter mit den Booten gefahren. Das Wasser des Flusses war so niedrig, dass der Bootsjunge öfter einen langen Holzstab, der auch als Ruder fungierte, zur Hilfe nehmen musste, damit das Boot, das ständig in Gefahr war zwischen den Felsen steckenzubleiben, sich weiterbewegt. Alleine diese Bootsfahrt war für mich so toll, dass sie alleine das Buchen der Tour gerechtfertigt hätte. Es geht weiter mit überraschenden Flusspassagen die uns an anderen wunderschönen und beeindruckenden Felsformationen vorbeiführen.

Wind Cave

Die Wind Cave hat ihren Namen daher, dass man an einer bestimmten Stelle in einem frischen Windstrom befindet, angenehm für uns alle, die wir nassgeschwitzt nichts anderes als diese Erfrischung gewünscht hatten und nicht mehr von dieser Stelle weggehen wollten. Auch diese Höhle war sehr schön mit verschiedensten Ausprägungen von Stalagmiten und Stalagtiten.

Mulu, der Nationalpark in Borneo. Die Wind Cave mit Stalagmiten.
Wind Cave

Clearwater Cave

Die nächste Höhle, die Clearwater Cave, gate einen sehr großen Eingang und einen Fluss. Wir glauben, dass man diesen Fluss früher auch per Boot befahren konnte. Am Ausgang dieser Höhle gab es eine weitere Überraschung, ein Fluss, der genau hier am Fuß der Höhle endete, hat einen kleinen See gebildet, in dem man schwimmen konnte. Das Wasser war, wie der Nahme der Höhle sagt, kristallklar und frisch.

Mulu, der Nationalpark in Borneo. Ausgang der Clearwater Cave
Ausgang der Clearwater Cave

Vom Mulu-Nationalpark ging es direkt weiter nach Kuching, der Stadt der Katzen. Diese hat uns sehr gefallen, warum könnt ihr hier lesen.

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