Lake Wanaka und die Seenstraße

So langsam müssen wir wieder in Richtung Ostküste. Von den Gletschern fahren wir noch weiter nach Süden bist zur „Stadt“ Haast, hier wollten wir für die nächsten Tage einkaufen.

Haast

Erst einmal fahren wir an Haast vorbei, wir hatten eine Stadt erwartet, aber Haast besteht aus etwa 20 Häusern. Wir finden tatsächlich einen „Supermarkt“, der aus seinem Alleinstellungsmerkmal Kapital schlägt. Gefallen hat uns das Verkaufen einzelner Sahnebecher mit dem großen roten Vermerk „do not sell separately“ für etwa den doppelten Preis des sonst üblichen Zweierpack. Egal, peinlich genau das Haltbarkeitsdatum studierend – mache Nahrungsmittel hätten das Label „Gran Reserve“ verdient, so lange lagern sie hier schon, kaufen wir für den nächsten Tag ein und machen uns von hier auf den Weg in’s Landesinnere.

Haast liegt am Haast River, der ein Kayak-Eldorado ist, und uns eine Weile bei der Fahr begleitet. Erst haben wir ihn immer zur linken Seite, dann überqueren wir ihn einige male, wie in Neuseeland üblich meistens auf einspurigen Brücken, obwohl wir den State Highway 6 entlang fahren. Die erstaunlichste Brücke ist eine, bei der nicht nur aus den beiden Highway-Spuren nur eine wird, wir müssen diese sogar noch mit der Eisenbahn teilen.

Share your road
Share your road oder die maximale Spurausnutzung

Die Fahrt ist abwechslungsreich und schön. Immer wieder halten wir an Wasserfällen, wie z. B. den Fantail Falls.

Fantail-Wasserfall
Fantail-Wasserfall

Sehr schön sind hier wieder einmal die Wälder, einfach verwunschen.

Zauberwald
Zauberwald
... mit Baummenschen
… mit Baummenschen
...und Waldelfen
…und Waldelfen

Lake Wanaka

Nachdem man den Haast-Pass überquert, begleitet einen der nächste Fluss, der Makarora River. Diesem folgen wir bis zur Nordspitze des Lake Wanaka. Der Ausblick ist fantastisch, Richtung Westen sind etwa 2.000 m hohe schneebedeckte Berge, die östlichen Berge sind niedriger, der See hat ein tiefes klares Blau. Der See ist der viertgrößte von Neuseeland. Die Straße schlängelt sich am Ostufer lang.

Lake Wanaka
Lake Wanaka

Boundary Creek

Wir übernachten am Boundary Creek, ein weiterer sehr schöner fast freier Campinglatz, man muss einen geringen Betrag in einem Umschlag in einer Kiste hinterlegen. Der Platz liegt auf einer Halbinsel, am Morgen gehen wir spazieren und finden ein Zelt aus Bäumen.

Baumzelt am Strand bei Boundary Creek
Baumzelt am Strand bei Boundary Creek
Das Zelt von innen
Das Zelt von innen

Bezüglich der Weiterfahrt sind wir etwas unsicher, eigentlich wollten wir über den Lake Tekapo an die Ostküste, es sind jedoch ‚Schneestürme angesagt. Wir überlegen, ob wir einen Tag nach Queenstown fahren und hoffen, dass das Wetter besser wird oder gleich nach Oamaru durchfahren und die etwas südlichere Route nehmen, die tiefer und wettersicherer ist. Noch müssen wir uns nicht entscheiden, erst einmal geht es zur Stadt Wanaka.

Lake Hawea

Nachdem man nach Boundary Creek etwa 10 km weiter am Ufer entlang fährt, biegt der SH6 nach Osten ab. Man gelangt zum Lake Hawea, ebenfalls ein schöner See, ähnlich groß wie der Lake Wanaka, die Fahrt ein reiner Spaß, da man immer am Ufer langfährt und ständig halten möchte oder hält. Wir treffen hier Australier, die seit Jahrzehnten nach Neuseeland fahren und uns in unser Annahme bestärken, dass Wanaka viel schöner als Queenstown ist. Dadurch steht unser Entschluss fest, wir lassen Queenstown rechts liegen und fahren nach Oamaru.

Die Stadt Wanaka

Der Lake Wanaka ist 42 km lang. An der Südspitze liegt die Stadt Wanaka. Hier ist es merklich wärmer als am Boundary creek. Der See ist breiter, man kann paddeln, es gibt eine Strandpromenade mit vielen Cafe’s und Bars, in einer lassen wir es uns gut gehen. Wanaka ist insgesamt eine wirklich schöne Stadt und lohnt einen längeren Besuch.

Lindis-Pass

Nach Wanaka geht es von der SH6 auf die SH8 über den Lindis-Pass nach Omarama. Auch diese Fahrt ist schön.

Lindis-Pass
Lindis-Pass

Von Omarama kann man den SH83 nehmen, der entlang des Waitaki-Flusses führt, der an einigen Stellen aufgestaut wird, so dass man auch hier das Gefühl hat, an einem See entlang zu fahren, bis man etwas nördlich von Oamaru die Ostküste erreicht.

Oamaru

Oamaru hat uns total begeistert, wir sind hier ein bisschen länger geblieben. Warum, darüber schreiben wir ausführlich hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.